Heizungstechnik
Die Geschichte der Wärme

Bis vor wenigen Jahrzehnten gab es kaum Möglichkeiten, Gebäude im Hinblick auf den Heizenergieverbrauch zu optimieren. Der lange ausgeführte Gebäudestandard mit einem Heizenergiebedarf von 150-250 kWh/m2a wurde Mitte bis Ende der Siebzigerjahre erstmals durch Dämm-Maßnahmen an der Gebäudehülle verbessert. Die Dammstärken wurden dicker, Glasqualitäten wurden verbessert, bis - nach vielleicht 10 Jahren - Werte um 50 kWh/m2a realistisch waren. Später wurde dann erkannt, dass in diesem Stadium die Lüftungsverluste durch das Öffnen der Fenster einen relevanten Anteil einnehmen - Größenordnung 30-50%. Gleichzeitig traten erste Probleme auf, da die Gebäude immer „dicker“ wurden. Bei zu geringer Lüftung kann es bis zu Bauschäden kommen.

Ein System, das die frische Luft dem Gebäude ohne Öffnen der Fenster zuführt, wurde erdacht - die kontrollierte Wohnraumlüftung. In Kombination mit einer Wärmerückgewinnung konnten nun Heizenergiezahlen von 30 kWh/m2a erreicht werden.

Nachdem nun in allen Bereichen qualitative Fortschritte gemacht wurden (Dämmstärken, Glasqualitäten, Gebäudedichtheit, Technik) ist es uns heute möglich, Heizenergiekennzahlen von 10-15 kWh/m2a ohne relevante Mehrkosten zu realisieren.

 

Die Geschichte der Luft

Um den hygienischen Erfordernissen in einem Wohngebäude zu entsprechen, sollte in einer Stunde eine Frischluftmenge von 20-30 m3 pro Person eingebracht werden. Periodische Belastungen wie Kochen oder Duschen verlangen eine zusätzliche Schadstoffabfuhr; insgesamt ergeben sich in der Regel Luftwechsel von 0,4 bis 0,7 pro Stunde.

Bei alten Gebäuden wird dieser Wert durch den Luftaustausch über undichte Fassadenelemente überschritten. In den 70-er Jahren wurden die Gebäude aber immer dichter gebaut, dass eine regelmäßige Fensterlüftung erforderlich wurde. Der Luftaustausch ist dabei unregelmäßig und vielfach zu hoch, was den Energiebedarf für die Lüftung enorm ansteigen lässt.

Wird nun die erforderliche Luftmenge mechanisch, also mit Hilfe von kleinen Ventilatoren in das Gebäude eingebracht, liegt es auch nahe, der verbrauchten Abluft die Wärme auf einfache Art und Weise zu entziehen und der kalten Frischluft zuzuführen.

Das mittlerweile seit Jahren bewährte Konzept sieht die Frischlufteinbringung in den Wohn- und Schlafräumen vor, die schadstoffhaltige Abluft wird in Küche, Bad und WC abgesaugt. Die Luftbewegungen sind weder spürbar noch hörbar.

Wussten Sie schon?

Immissionsschutzverordnung -
Veraltete Heizungsanlagen modernisieren.
Wann muß der Alte raus?

Folgende Kriterien gelten für Gas- und Ölheizkessel:

Abgasverlust bei Kesselleistung
11 % bis 25 kW
10 % bis 50 kW
9 % bis 100 kW
Letzter Termin für Modernisierungs-Maßnahmen: 01.11.2004

Alter der Anlage (Inbetriebnahme vor dem 01.10.1978)
Letzter Termin für Modernisierungs-Maßnahmen: 31.12.2006

Bei Einbau eines neuen Brenners nach dem 01.11.1996
Letzter Termin für Modernisierungs-Maßnahmen: 31.12.2008

Bitte informieren Sie sich über staatliche Fördermöglichkeiten zur Modernisierung!


Paul Schmidt GmbH | Dr.-Eckener-Str. 12-14 | 27793 Wildeshausen | Tel: 04431 99 09-0

© GEMINI ARTS